„Kommt! Bringt eure Last.“
„Kommt! Bringt eure Last.“ Diesen Spruch aus dem 11. Kapitel des Matthäusevangeliums ( Mt 11,28-30) machten die Frauen aus Nigeria zum Motto des Gottesdienstes für den Weltgebetstag, mit dem sie ihre Schwestern aus der ganzen Welt zum Mitfeiern einluden. Gemeindereferentin Monika Ostermeier und ihre Mitarbeiterinnen aus dem örtlichen Weltgebetstagskomitee hatten sich diesmal etwas Besonderes ausgedacht, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich im Pfarrheim versammelt hatten, auf die nicht alltägliche Atmosphäre dieser Gebetsstunde einzustimmen.
Beim Eintreffen wurden die Gäste mit einem farbenfrohen Cocktail aus zwei Sorten von Limonaden begrüßt, der mit Limettensaft und verschiedenen Aromen angereichert war. Der Drink mit dem Namen „Chapman“ ist ein beliebter Durstlöscher in Nigeria und steht für die Lebensfreude des Landes und seiner Bevölkerung. Es wurden auch Armbänder aus bunten Perlen verteilt. Das kleine Geschenk, hatten fleißige Ministrantinnen liebevoll für die Frauen gebastelt, die zu diesem außergewöhnlichen Gebetstag zusammengekommen waren.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Thomas Meier und Gemeindereferentin Monika Ostermeier informierte Frau Katharina Späth wie in jedem Jahr sachkundig über die Geschichte und Kultur des Landes Nigeria in einem kurzen Vortrag.
Die Liturgie der Gebetsstunde haben Christinnen aus Nigeria ausgearbeitet. Sie wollen, so wie es auch im Titelbild der Künstlerin Amarachi Ottah zum Ausdruck gebracht wird, auf die Lasten der nigerianischen Frauen aufmerksam machen. In ihrem Alltag leiden diese nicht nur unter Armut und weit verbreiteter Gewalt. Auch Diskriminierung, Frühverheiratung junger Mädchen und harte Arbeit in der Landwirtschaft sind an der Tagesordnung. Aber aus ihrem Glauben und der Zusage Jesu, der mit ihnen ihre Lasten trägt, schöpfen sie Zuversicht und Kraft und sie fordern auch uns auf: „Kommt! Bringt eure Last.“
Gemeindereferentin Monika Ostermeier eröffnete die Andacht mit dem Entzünden der Weltgebetstagskerze. Nach der Begrüßung durch Frau Beate Reuter führten die Frauen aus dem örtlichen Weltgebetstagskomitee abwechselnd die Gemeinde durch die einzelnen Abschnitte der Gebetsordnung. Sie hatten auch die Gebetsmitte dekorativ gestaltet und mit charakteristischen Gegenständen aus dem Beispielland ausgestattet.
Wie in jedem Jahr so begleitete die Frauensinggruppe „Sing`n Swing“ unter der Leitung von Frau Judith Brunner–Schebrich die Gottesdienstgemeinde auch dieses Mal beim Gesang und brachte mit ihren Rhythmusinstrumenten Schwung und Lebendigkeit in die Feier.
Bevor man den Abend mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen ließ, dankten Pfarrer Thomas Meier und Frau Ostermeier allen Mitwirkenden d.h.: den Gottesdienstbesuchern für`s Mitbeten und Mitsingen, der Frauensinggruppe und ihrer Leiterin für die musikalische Gestaltung, den Ministrantinnen, die die bunten Armbänder gebastelt hatten, Frau Adelheid Fleischer für das Verzieren der Weltgebetstagskerze, den Köchinnen, die die leckeren Gerichte vorbereitet hatten, allen, die die Tische so schön dekoriert hatten und vor und hinter den Kulissen für Ordnung sorgten, und nicht zuletzt den Frauen des örtlichen Weltgebetstagskomitees.
Die Kollekte kommt einem Projekt des Weltgebetstags vor Ort zu Gute.
Text: Elisabeth Köppl; Bilder: Elisabeth Falter, Materialien des Weltgebetstagskomitees






