Am Sonntag der Taufe des Herrn wurden 8 neue Ministrantinnen und Ministranten in die Ministrantenschar aufgenommen. 4 Mädchen und 4 Jungs. Pfarrer Josef Hausner predigte über die Vornamen der neuen Minis und schrieb eine Geschichte, in der auch ihre Namenspatrone vorkamen. Die neuen Minis wurden durch Handschlag und das Überreichen der Ministrantenplaketten aufgenommen. Anbei die Geschichte:
Vor ein paar Wochen haben wir das Weihnachtsfest gefeiert. Maria, Josef und das Jesuskind standen im Mittelpunkt. Das Jesuskind wurde im Stall von Bethlehem geboren. Dieses große Fest feierten die beiden Ministrantinnen Maria und Josefine in Diesenbach und Eitlbrunn ganz nahe am Altar mit. Schon seit ein paar Monaten dürfen die beiden zusammen mit sechs anderen Minis den Dienst des Ministranten ausüben. Auch Anna, die in Diesenbach ministriert. Viele Ministranten werden von ihren Eltern oder Großeltern zur Kirche begleitet. Ich kann mir vorstellen, dass auch Jesus von seiner Großmutter Anna das ein oder andere Mal in die Synagoge begleitet wurde. Die Hl. Anna ist die Patronin aller Familien.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die neuen Minis sehr fleißig sind. Fleißig wie die Bienen. Der griechische Name für Biene lautet übrigens Melissa. Wir haben eine Ministrantin in Diesenbach mit diesem Namen.
Bevor die acht Mädchen und Jungs zu ministrieren begonnen haben, stand eine schwierige Entscheidung an: Soll ich ministrieren oder nicht? Darf ich überhaupt? Sie haben alle Ja gesagt, als Gott sie gerufen hat. Der Prophet Samuel wurde damals bei seinem Namen gerufen: „Samuel, Samuel!“ Und er hat diesem Gott geantwortet: „Rede, Herr, dein Diener hört!“ Wie passend und schön, dass in Diesenbach ein Samuel unter den vier Jungs der neuen Minis ist. Auch der Apostel Philippus wurde gerufen, dieses Mal von Jesus höchstpersönlich: „Folge mir!“ und er ging mit Jesus mit. Außerdem hat dieser Philippus wieder andere Menschen zu Jesus geführt. Den Nathanael beispielsweise. So begeistert war er von Jesus. Ist es nicht schön, dass wir auch in Diesenbach einen Philipp als neuen Ministranten begrüßen dürfen. Die Begeisterung am Ministrieren haben übrigens die großen Minis an die kleinen Minis weitergegeben.
In den letzten Monaten durfte ich Ministranten erleben, die Freude daran haben, zum Ministrieren zu kommen und Aufgaben wie die Gabenbereitung, den Leuchterdienst oder das Sammeln zu übernehmen. Sie wirkten alle fröhlich u. glücklich. Übrigens haben wir einen Ministranten, dessen Namen übersetzt „glücklich“ heißt: Felix. Es gab übrigens schon vier Päpste mit dem Namen Felix. Ich wünsche unseren neuen Ministranten auf alle Fälle, dass sie stark, gesund und kräftig bleiben. Und dass sie das Wichtigste in ihrem Dienst nicht vergessen: Die Liebe. Und daran erinnert uns der Ministrant Valentin aus Steinsberg. Die Liebe wird an seinem Namenstag ausgiebig gefeiert. Am Valentinstag.
Text: Josef HausnerBilder: Heike Hammerschmid, Anita Schafberger u. Peter Aichner

