In diesem Jahr feierte die Gemeinde in Zeitlarn das Fronleichnamsfest zum ersten Mal im Rahmen der neuen Pfarreiengemeinschaft „Maria Magdalena im Unteren Regental“.
Den Festgottesdienst in der Pfarrkirche, zu dem sich eine große Zahl von Teilnehmern unter ihnen die Vertreter des öffentlichen Lebens mit der ersten Bürgermeisterin, Frau Andrea Dobsch, an der Spitze und die örtlichen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen versammelt hatten, zelebrierte Pfarrer Thomas Meier zusammen mit Pastoralreferentin Eva- Maria Fritz. Für den feierlichen Rahmen sorgten wieder in bewährter Weise der Kirchenchor und die Bläser der Feuerwehrkapelle Zeitlarn, die unter der Leitung von Frau Sabine Lautenschlager die „Missa antiqua“ für vierstimmigen Chor und Bläserensemble von Wolfram Menschik zu Gehör brachten. Frau Beate Reuter begleitete den Gemeindegesang an der Orgel.
Nach dem Gottesdienst machte sich die Gemeinde unter dem Leitwort „Das Geheimnis lasst uns künden“ in feierlicher Prozession durch den Ort auf den Weg. Dabei mag dem Einen oder Anderen vielleicht ein Gedanke durch den Kopf gegangen sein, den Pfarrer Maier in seiner Predigt entwickelt hatte. Unser Glaube, so meinte er, könne nicht nur im stillen Kämmerlein gelebt werden. Als Christen sind wir dazu aufgerufen, besonders in unseren Tagen Präsenz zu zeigen und uns öffentlich sowie in Wort und Tat zu unserem Glauben zu bekennen. Auch sollten wir als Gemeinde wortwörtlich nicht stehen, sondern in Bewegung bleiben. So kann es leichter gelingen, mit Änderungen umzugehen und neue Strukturen aufzubauen. Nicht zuletzt verweisen wir auf Christus, in dem wir uns in der Monstranz um ihn versammeln und zeigen so, woher unsere Hoffnung und unsere Kraft kommen.
Vier liebevoll gestaltete Altäre luden zum Innehalten und Mitbeten ein.
Am ersten Altar „Liebet einander, wie ich euch geliebt habe“ stand die tätige Nächstenliebe im Mittelpunkt. Das Evangelium erinnerte daran, Christus besonders in den Schwachen und Bedürftigen zu begegnen.
Die zweite Station „Miteinander Kirche sein und Gesellschaft gestalten“ betonte die Verantwortung aller Getauften, Glauben im Alltag zu leben und Kirche aktiv mitzugestalten.
Unter dem Thema „Unterwegs als Familie Gottes“ wurde am dritten Altar die Bedeutung von Familien und Gemeinschaften hervorgehoben. Dabei wurde deutlich, dass alle, die Gottes Willen tun, zur großen Familie Jesu gehören.
Beim letzten Altar, der besonders von Kindern mitgestaltet wurde, war das Motto „Füreinander da sein und Gemeinschaft leben“. Im Mittelpunkt stand ihre besondere Rolle im Glauben und in der Gemeinschaft.
Auf dem Weg von Altar zu Altar wurde immer im Wechsel gebetet, so dass auf einen Ruf immer die Antwort von den Prozessionsteilnehmern folgte. Vorbeterin war Frau Linda Gesierich.
Die Gebete, Fürbitten und die musikalische Begleitung durch den Chor verliehen der Prozession einen feierlichen Rahmen. So machten die sakramentalen Segensfeiern Fronleichnam zu einem sichtbaren Zeichen lebendigen Glaubens mitten in der Gemeinde.
Nach dem abschließenden Te Deum in der Pfarrkirche trafen sich alle, die zum Gelingen des feierlichen Tages beigetragen hatten, zum „Bratwürstlessen“ im Pfarrheim.
Danken wollen wir an dieser Stelle allen, die nicht namentlich genannt wurden, die sich vor und hinter den Kulissen beim Schmücken der Straßen, der Häuser, der Kirche und der Altäre, als Lektoren, Sänger und Mitbetende sowie beim Zubereiten und Servieren der Speisen und Getränke eingebracht haben.
Text: Eva-Maria Fritz, Pastoralreferentin, Elisabeth Köppl
Bilder: Karlheinz Dirnberger

